Indische ITler wollen eigentlich gar nicht

Auch bei spiegel.de noch ein Artikel ueber indische Software-Spezialisten, die eigentlich lieber was anderes machen wuerden, aber von ihren Eltern in diese Richtung gedraengt wurden. Wie weit das verbreitet oder ein Problem ist, kann ich nicht sagen. Dass Eltern die (berufliche) Zukunft ihrer Kinder bestimmen wollen, ist sicher nicht nur in Indien gegeben, obwohl sie dort generell grossen Einfluss haben. Umgekehrt hoere ich, dass die meisten kleinen Inder schon selbst Informatiker oder Techniker werden wollen, weil sie damit nicht nur Geld und gute Jobs bekommen, sondern auch den Klassenaufstieg schaffen koennen. Das ist in anderen Feldern deutlich schwieriger, da die Klassen- und Kastenstruktur in Indien sehr zementiert ist. Und da ist IT in Indien wohl wie Fussball fuer Brasilien und dsds fuer Deutschland. Von so einer Situation traeumt die hiesige Branche (IT Berufe unsexy).

Das am Ende des Artikels erwaehnte Abwerben und Jobhuepfen von einer Firma zur besser zahlenden naechsten habe ich allerdings selbst mitbekommen. Von den Berufsanfaengern meiner kleinen indischen Firma (wo ich Praktikant war) blieb kaum einer bis zum Ende seines ersten Jahres, viele nicht mal fuer 6 Monate. Dafuer wussten die meisten Bewerber auch nicht, wo sie sich eigentlich bewerben, und brachten teilweise zum Bewerbungsgespraech auch gleich ihre Freunde mit. Wenn ich die Stelle nicht bekomme, dann vielleicht mein Kumpel.

Tags: ,

Leave a Reply